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Vergleich eines Client/Server-Netzwerks mit einem Peer-to-Peer-Netzwerk

Frage 001

Ein kleines Unternehmen mit 11 Computern beauftragt Sie mit der Planung für die Installation eines Netzwerks. Voraussichtlich wird das Unternehmen in den nächsten Jahren schnell wachsen. Der Zugriff auf die Daten im Netzwerk muss eingeschränkt werden.

Welcher Netzwerktyp muss implementiert werden?

Richtige Antwort: B

  1. Falsch: Ein Peer-to-Peer-Netzwerk erfüllt die Anforderungen an die Netzwerksicherheit und die Verwaltung von Umgebungen mit mehr als zehn Benutzern nicht in angemessener Weise.
  2. Richtig: Ein serverbasiertes Netzwerk bietet die Vorteile der Sicherheit und Flexibilität beim Wachstum der Firma. Für Umgebungen mit mehr als zehn Benutzern eignet sich ein dedizierter Server. Durch diesen Server wird die Sicherheit von Dateien und Verzeichnissen gewährleistet, während Clientanfragen für Daten schnell bearbeitet werden.

Frage 002

Ein kleines Unternehmen beauftragt Sie mit der Planung für die Installation eines Netzwerks. In der Firma gibt es sieben Benutzer, und die Hardwareressourcen sind beschränkt. Die Unternehmensleitung legt keinen großen Wert auf Sicherheit, und das Wachstum der Firma ist voraussichtlich minimal.

Welcher Netzwerktyp muss implementiert werden?

Richtige Antwort: A

  1. Richtig: Ein Peer-to-Peer-Netzwerk ist angemessen, wenn weniger als zehn Benutzer in demselben Bereich arbeiten, auf Sicherheit keinen großen Wert gelegt wird und die Netzwerkausweitung beschränkt.
  2. Falsch: Obwohl ein serverbasiertes Netzwerk höhere Sicherheit und verstärkte Möglichkeiten zur Ausweitung bietet, stellt es nicht immer die beste Lösung dar. Serverbasierte Netzwerke sind häufig teurer und erfordern mehr Planungsaufwand bei der Implementierung als ein Peer-to-Peer-Netzwerk.

Frage 003

Welches Sicherheitsmodell wird in der Regel bei Peekto-Peer-Netzwerken verwendet?

Richtige Antwort: B

  1. Falsch: Für die Gewährleistung der Sicherheit auf Benutzerebene (Zugriffsberechtigungen) ist ein Sicherheitsdienst erforderlich. Die Rolle des Sicherheitsdiensts wird von einem Server im Netz­werk übernommen, z. B. Windows NT Server.
  2. Richtig: In einem Peer-to-Peer-Netzwerk können Benutzer Ressourcen wie Verzeichnisse und Drucker freigeben. Jeder Ressource wird ein Kennwort zugewiesen. Dieses Sicherheitsmodell wird als Sicherheit auf Freigabeebene (kennwortgeschützte Freigaben) bezeichnet.

Frage 004

Welches Sicherheitsmodell wird in der Regel bei Windows NT Server-basierten Netzwerken verwendet?

Richtige Antwort: A

  1. Richtig: Mit Windows NT Server können Sie die Sicherheit auf Benutzerebene verwalten. Dieses Sicherheitsmodell ist die bevorzugte Methode, da eine größere Kontrolle der Zugriffsberechtigungen möglich ist als bei der Sicherheit auf Freigabeebene.
  2. Falsch: Obwohl Windows NT Server in der Lage ist, die Sicherheit auf Freigabeebene einzusetzen, handelt es sich nicht um die bevorzugte Methode zur Verwaltung der Sicherheit in serverbasierten Netzwerken. Bei der Sicherheit auf Freigabeebene handelt es sich um ein einfaches Sicherheitsmodell, das nicht viele Kontrollmöglichkeiten für Zugriffsberechtigungen bietet.

Frage 005

Wann sollten Sie die Installation eines Peer-to-Peer-Netzwerks in Betracht ziehen? (Wählen Sie drei Antworten aus.)

Richtige Antwort: A, B und E

  1. Richtig: In Peer-to-Peer-Netzwerken übernehmen die Benutzer eigenverantwortlich die Verwaltung und Planung der Sicherheit. Daher können Sie in Situationen, in denen Sicherheit kein vorran­giger Aspekt ist, die Installation eines solchen Netzwerks in Betracht ziehen.
  2. Richtig: Aufgrund der einfachen Implementierung und der geringen administrativen Kosten eignen sich Peer-to-Peer-Netzwerke in der Regel am Besten für Gruppen von maximal zehn Benutzern. Größere Gruppen sollten eine serverbasierte Konfiguration für die zentrale Handhabung der Si­cherheit und Verwaltung in Betracht ziehen.
  3. Falsch: Netzwerke, die voraussichtlich beträchtlich wachsen, werden wahrscheinlich mit Aspekten wie Flexibilität, Sicherheit und zentraler Verwaltung konfrontiert. Ein Peer-to-Peer-Netzwerk ist in diesem Fall nicht geeignet.
  4. Falsch: In einem Peer-to-Peer-Netzwerk ist in der Regel jeder Benutzer für die eigene Verwaltung zuständig, einschließlich der von Anwendungen und Daten. Unternehmen, für die ein zuverlässiges Datensicherungssystem unerlässlich ist, sollten sich eher für ein serverbasiertes Netzwerk entscheiden.
  5. Richtig: Da für Peer-to-Peer-Netzwerke eine einfache Verkabelung ausreicht und die Verwaltungs­funktionen eingeschränkt sind, sind diese Netzwerke angemessen, wenn zehn oder weniger Benutzer in demselben allgemeinen Gebiet arbeiten.

Frage 006

Wie lautet der Hauptgrund für die Implementierung eines Windows NT Server-basierten Netzwerks anstatt eines Peer-to-Peer-Netzwerks?

Richtige Antwort: B

  1. Falsch: Serverbasierte Umgebungen sind in der Regel teurer als Peer-to-Peer-Netzwerke, da leistungsstarke dedizierte Server und weitere Komponenten erforderlich sind.
  2. Richtig: In einem serverbasierten Netzwerk sind dedizierte Server für die Netzwerksicherheit zuständig. Mit einem Windows NT Server-basierten Netzwerk können Sie Sicherheit auf Benutzerebene zur Verfügung stellen. Sie wird von einem Administrator verwaltet, der Richtlinien festlegt.
  3. Falsch: Groupware hilft Personengruppen, die in einem Netzwerk arbeiten, bei der Organisation von Tätigkeiten durch die Unterstützung von gruppenspezifischer Software, z. B. Terminplanern oder E-Mail-Programmen. Sie steht hei der Überlegung zur Implementierung einer Netzwerkkonfiguration nicht an erster Stelle.
  4. Falsch: Obwohl die Hardwarekompatibilität beim Festlegen einer Netzwerkkonfiguration eine Rolle spielt, wird sie hei der Entscheidung für eine serverbasierte Implementierung nicht als Erstes in Betracht gezogen. Da serverbasierte Netzwerke normalerweise in größeren Unternehmen installiert werden, spielt die Hardwarekompatibilität eine zunehmend wichtigere Rolle, da immer mehr Komponenten Bestandteil des Netzwerks sind.

Frage 007

Sie sind mit der Implementierung eines Netzwerks für die Forschungsabteilung Ihrer Firma beauftragt worden. Für jeden der acht Wissenschaftler der Abteilung muss eine Arbeitsstation zur Verfügung ste­hen; die Datensicherheit ist entscheidend.

Das angestrebte Ziel ist die Implementierung eines Netzwerks mit der höchstmöglichen Sicherheitsstufe.

Als erstes zusätzliches Teilziel sollten Sie sicherstellen, dass sich die Wissenschaftler nicht um Netzwerkverwaltungsaufgaben kümmern mässen. Als zweites zusätzliches Teilziel soll so wenig Geld wie möglich ausgegeben werden.

Sie entschließen sich zur Implementierung eines Windows NT Server-basierten Netzwerks mit einem Windows NT Workstation-Computer für jeden Wissenschaftler und konfigurieren die Sicherheit auf Benutzerebene.

Welche Ziele werden durch die vorgeschlagene Lösung erreicht?

Richtige Antwort: B

  1. Falsch: Die Implementierung eines Windows NT Server-basierten Netzwerks erreicht das ange­strebte Ziel und ein zusätzliches Teilziel. Diese Netzwerkkonfiguration erfüllt nicht das zusätzliche Teilziel einer kostengünstigen Lösung.
  2. Richtig: Die Implementierung eines Windows NT Server-basierten Netzwerks bietet die geforderte maximale Sicherheitsstufe, indem die Einrichtung von Sicherheit auf Benutzerebene ermöglicht wird. Außerdem können Sie die Verwaltung der Sicherheit und weiterer Aufgaben zentral vorneh­men, so dass die Wissenschaftler nicht damit belästigt werden. Diese Lösung ist jedoch nicht ko­stengünstiger als andere Netzwerkalternativen. Ein Windows NT Server-basiertes Netzwerk weist aufgrund der Verwaltung und zusätzlicher Hardware, wie z. B. dedizierter Server, höhere Kosten auf als ein Peer-to-Peer-Netzwerk.
  3. Falsch: Diese Netzwerkkonfiguration bietet die erforderliche hohe Sicherheit sowie eines der zu­sätzlichen Teilziele, da die Verwaltung von Netzwerkaufgaben zentral erfolgt.
  4. Falsch: Eine Windows NT Server-basierte Lösung bietet die Möglichkeit zum Einsatz eines Sicherheitsdiensts, um Sicherheit auf Benutzerebene zu gewährleisten. Dadurch erhalten Sie im Vergleich zu anderen Netzwerkoptionen eine höhere Sicherheitsstufe.

Frage 008

Sie sind mit der Implementierung eines Netzwerks für die Forschungsabteilung Ihrer Firma beauftragt worden. Für jeden der acht Wissenschaftler der Abteilung muss eine Arbeitsstation zur Verfügung ste­hen; die Datensicherheit ist entscheidend.
Das angestrebte Ziel ist die Implementierung eines Netzwerks mit der höchstmöglichen Sicherheitsstufe.

Als erstes zusätzliches Teilziel sollten Sie sicherstellen, dass sich die Wissenschaftler nicht um Netzwerkverwaltungsaufgaben kümmern müssen. Als zweites zusätzliches Teilziel soll so wenig Geld wie möglich ausgegeben werden.

Sie entschließen sich zur Implementierung eines Peer-to-Peer-Netzwerks mit einem Windows NT Workstation-Computer für jeden Wissenschaftler und konfigurieren die Sicherheit auf Freigabeebene.

Welche Ziele werden durch die vorgeschlagene Lösung erreicht?

Richtige Antwort: D

  1. Falsch: Ein Peer-to-Peer-Netzwerk mit Sicherheit auf Freigabeebene liefert lediglich das zusätzli­che Teilziel geringer Kosten im Vergleich zu serverbasierten Netzwerkkonfigurationen.
  2. Falsch: Diese Lösung liefert das zusätzliche Teilziel der geringsten Ausgaben. Das angestrebte Ziel einer hohen Sicherheitsstufe wird jedoch nicht erfüllt.
  3. Falsch: Diese Lösung liefert nicht das angestrebte Ziel einer hohen Sicherheitsstufe für die Daten. Sie bietet jedoch das zusätzliche Teilziel der geringsten Ausgaben.
  4. Richtig: Durch die Implementierung eines Peer-to-Peer-Netzwerks mit Sicherheit auf Freigabe­ebene erhalten Sie nicht die höchste Sicherheitsstufe. Bei der Sicherheit auf Freigabeebene (kennwortgeschützte Freigaben) handelt es sich um ein einfaches Sicherheitsmodell, das keine ex­akten Kontrollmöglichkeiten für den Datenzugriff bietet. Ein Peer-to-Peer-Netzwerk empfiehlt sich in Situationen, in denen die Sicherheit nicht von Belang ist.
©2008 Gerhard Meier - ALLE RECHTE VORBEHALTEN -
Stand:
09/12/2012 7:59